Ständiger Juckreiz und trockene, rissige Stellen auf der Haut – nicht nur schmerzhaft, sondern auch besonders kräftezehrend. Neurodermitis ist eine Hauterkrankung, die seelisch und physisch sehr belastend sein kann. Doch was genau steckt hinter dieser Erkrankung, und wie kann man Neurodermitis behandeln – und das ganz ohne Kortison?
Inhalt
- Auf einen Blick: Neurodermitis behandeln ohne Kortison
- Neurodermitis behandeln OHNE Kortison: die 5 wichtigsten Säulen
- Was ist Kortison?
- Neurodermitis ohne Kortison behandeln: Welche Rolle spielt die Ernährung?
- Hautbarriere aufbauen: Hautpflege und Hygiene
- Neurodermitis behandeln mit Aloe Vera
- Neurodermitis behandeln mit Heilpflanzen und Kräuter
- Entspannungstechniken und Stressmanagement
- Hausmittel bei Neurodermitis + Tipps für den Alltag
- Was ist Neurodermitis?
- Ursachen von Neurodermitis
- Symptome von Neurodermitis
- FAQ – Eure Fragen zu Neurodermitis ohne Kortison
Auf einen Blick: Neurodermitis behandeln ohne Kortison
Neurodermitis kann auch ohne Kortison behandelt werden, wenn Entzündungen reduziert, die Hautbarriere stabilisiert und individuelle Trigger vermieden werden. Dazu gehören eine angepasste Hautpflege, entzündungsarme Ernährung, Stressreduktion und der gezielte Einsatz ausgewählter Heilpflanzen wie Aloe Vera.
Neurodermitis behandeln OHNE Kortison: die 5 wichtigsten Säulen
Neurodermitis ist nicht nur eine Krankheit, die schmerzhaft und extrem juckend ist. Es ist auch eine Krankheit, die seelisch belastet und viele Betroffene sind auf der ständigen Suche nach einer Lösung, wie sie Neurodermitis behandeln können.
Hinweis: Bei schwerer oder akuter Neurodermitis sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen. Die hier genannten Ansätze ersetzen keine medizinische Therapie, können jedoch begleitend unterstützen.
Was ist Kortison?
Früher oder später kommt häufig eine Kortisonsalbe ins Gespräch, denn sie hilft vielen Betroffenen, wenn nichts anderes hilft. Dabei ist vielen jedoch nicht bewusst, wie schädlich Kortison bei zu langer oder falscher Anwendung sein kann und welche Nebenwirkungen es mit sich bringt.
Doch wie wirkt Kortison? Kortison ist ein Steroidhormon, das 1935 in der Nebennierenrinde des Menschen entdeckt wurde und heute synthetisch hergestellt werden kann. Es unterdrückt Immunreaktionen des Körpers und kann so Entzündungen lindern. Um Neurodermitis zu behandeln, wird es äußerlich als Salbe angewendet.
Eine dauerhafte oder falsche Anwendung von Kortison kann zu Hautverdünnung, Haarwurzelentzündungen bis hin zu Pigmentstörungen am ganzen Körper führen. Außerdem kann die Verletzlichkeit der Haut steigen und die Wundheilung erschwert werden. Deswegen ist es wichtig Kortison nur bei einer sicheren Diagnose und in der richtigen Dosierung anzuwenden.
Wir möchten dir in diesem Beitrag einige natürliche Wege aufzeigen, wie du Neurodermitis behandeln kannst.
Neurodermitis behandeln ohne Kortison: Welche Rolle spielt die Ernährung?
Eine ausgewogene Ernährung ist das A und O für einen gesunden Lebensstil. Sie unterstützt nicht nur unsere Hautgesundheit, indem sie wichtige Nährstoffe liefert, die die oberste Hautschicht für ihre monatliche Erneuerung braucht. Eine ausgewogene Ernährung stärkt außerdem unser Immunsystem und fördert unsere Darmflora, wodurch dein Körper besser gegen Neurodermitis geschützt ist.
„Eat the rainbow“ sollte deswegen immer auf deinem täglichen Ernährungsplan stehen. Dabei ist es auch wichtig auf natürliche Lebensmittel zu achten und so gut es geht auf Alkohol, Zucker und Koffein zu verzichten. Vor allem Zucker kann entzündliche Prozesse im Körper fördern und sollte daher nicht übermäßig konsumiert werden.

Wichtig: Bestimmte Lebensmittel können einen neuen Neurodermitis-Schub auslösen. Daher solltest du Lebensmittel, auf die du allergisch reagierst oder bei welchen eine Unverträglichkeit festgestellt wurde, definitiv meiden.
Um diese Lebensmittel zu identifizieren, kannst du einen Allergie-Test beim Arzt machen oder durch eine Auslass-Ernährung selbst testen, wie du auf bestimmte Lebensmittel reagierst. Hierfür solltest du zunächst alle Lebensmittel essen, die du gut verträgst, um deine Haut zu beruhigen. Anschließend isst du nach und nach potentielle Trigger-Lebensmittel und dokumentierst deine Reaktionen der Haut in einem Tagebuch.
Hautbarriere aufbauen: Hautpflege und Hygiene
Eine Hauterkrankung erfordert natürlich auch eine neue Skincare-Routine, die auf ein Minimum an Produkten und Inhaltsstoffen heruntergefahren werden sollte. Bereits bei der Reinigung der Haut solltest du auf folgende Punkte achten:
Körperreinigung
- Achte auf die Wassertemperatur: Dusche nicht zu heiß, da das deine Haut zusätzlich schädigen kann und achte auf den Härtegrad, sowie den Kalkgehalt des Wassers
- Produkte: Verzichte auf Produkte mit viel Parfüm und achte auf einen pH-Wert zwischen 5 und 6, sowie allergenfreie und hautverträgliche Produkte. Wir empfehlen dir unsere Pachamama Duschpraline auf Aloe Vera Saftbasis. Sie reinigt und pflegt sanft deinen Körper dank 100% natürlicher Inhaltsstoffe und bietet zudem 10% Rückfettung.
- Trocknen: Vermeide Reibung und trockne besonders betroffene Stellen nur tupfend ab

Gesichtsreinigung
- Abschminken: Um dein Make-Up schonend zu entfernen, solltest du auf klassische Reinigungsprodukte verzichten und stattdessen lieber zu Mandelöl greifen. Die Haut wird nicht nur porentief gereinigt, sondern gleichzeitig mit wertvollen Nährstoffen versorgt. Einfach ein paar Tropfen auf ein Wattepad geben und das Make-Up entfernen.
- Reinigung: Achte auch hier auf die Wassertemperatur und reinige dein Gesicht danach sanft mit der Ayni Gesichtsseife, eine duftneutrale Seife auf Aloe Vera Saftbasis mit 100% natürlichen Inhaltsstoffen und hochwertigen Bio Ölen, die 16% Rückfettung garantieren.
- Trocknen: Tupfe dein Gesichts mit einem frischen Handtuch ab, das nur für dein Gesicht verwendet wird.
- Pflege: Gebe anschließend beruhigendes Aloe Vera Gel auf dein Gesicht und mische es gerne mit dem natürlichen Kaktusfeigenkernöl für Rückfettung und feuchtigkeitsspendende Pflege.
Da deine Haut bei atopischer Dermatitis sehr trocken ist, ist eine ausreichende Feuchtigkeitspflege wichtig, um sie zu versorgen, die Hautbarriere zu schützen und weitere Schübe zu verhindern. Außerdem hilft eine gute Hautpflege-Routine den Juckreiz zu lindern, die Hautverdickung zu verringern und auch Kortisonsalben zu vermeiden.
Auf sogenannte Emollientien kannst du in der täglichen Pflege kaum verzichten. Darunter versteht man rückfettende und feuchtigkeitsbindende Mittel, die hauptsächlich aus Wasser und Fetten bestehen. Ihre Form und Anwendung hängt vom Fettgehalt ab. Cremes und Lotions sind oftmals im Sommer und im Gesicht angenehmer, da sie dünner sind und somit weniger auffallen. Im Winter eignen sich Salben mit mehr Fettgehalt, die vor allem an stark betroffenen Stellen aufgetragen werden sollten.
Insgesamt ist eine konsequente und natürliche Hautpflege unerlässlich. Bei der Wahl weiterer Produkte solltest du außerdem immer darauf achten, dass sie für empfindliche Haut geeignet sind.
Neurodermitis behandeln mit Aloe Vera
Die Aloe Vera Pflanze ist bekannt für ihre heilenden und beruhigenden Eigenschaften, die besonders bei der Behandlung von Neurodermitis hilfreich sein können.
Eine 2015 durchgeführte Studie (Finberg et al.) untersuchte die Wirkung von Aloe-Blatt-Gelen bei Neurodermitis und kam zu dem Ergebnis, dass die Aloe Vera bei lokaler Anwendung auf der Haut eine hilfreiche Alternative zu herkömmlichen Medikamenten wie
Zudem konnte laut der Zeitschrift für Phytotherapie von Thieme in kleineren klinischen Studien bei leichter bis mittelschwerer chronisch-stationärer Neurodermitis eine positive Veränderung festgestellt werden, wenn Aloe Vera äußerlich auf den betroffenen Stellen angewendet wurde.

Das Aloe Vera Gel enthält viele Vitamine, Mineralien und Aminosäuren, die die extrem trockene Haut bei Neurodermitis intensiv mit Feuchtigkeit versorgen. Außerdem hat die Aloe Vera Pflanze entzündungshemmende Eigenschaften, die helfen können, die Rötung und Schwellung der betroffenen Hautpartien zu reduzieren. Die kühlende Wirkung des Gels (vor allem frisch aus dem Kühlschrank) kann zudem den Juckreiz lindern und das Bedürfnis zu kratzen verringern. Hast du doch gekratzt, versorgt das Gel deine Haut mit unzähligen Nährstoffen, vor allem mit dem Mehrfachzucker Aloverose, die die Regeneration der zerkratzten Haut beschleunigen.
Bei der Wahl des Aloe Vera Gels ist es besonders wichtig darauf zu achten, dass das Gel rein und natürlich ist, um die empfindliche Haut nicht zusätzlich zu reizen. Das Wild Baboon Aloe Vera Gel hat 98,5% reinen Bio Aloe Vera Anteil und keine Zusatzstoffe oder Parfüm. Du kannst es also problemlos verwenden, um Neurodermitis zu behandeln.
Zudem empfehlen wir die Kombination aus innerer und äußerer Anwendung der Aloe Vera Pflanze: Aloe Gel für die betroffenen Stellen auf der Haut und 40 ml Aloe Vera Saft morgens und abends trinken (am besten als Saftkur über mindestens 2 Monate).
Der Wild Baboon Aloe Vera Direktsaft ist ein 100% reiner Saft, der dich mit Vitaminen und Nährstoffen versorgt. Zudem garantieren wir einen hohen Aloeverose-Gehalt von mindestens 1200-1800 mg pro Liter. Warum das wichtig ist? Aloverose (auch: Acemannan) ist als langkettiges Zuckermolekül ein essentieller Bestandteil der Aloe Vera und kann zelluläre Reaktionen positiv beeinflussen. Die Aloe Vera steigert außerdem die Bioverfügbarkeit der Vitamine C, E und B12, was du in dieser Studie nachlesen kannst.

Tipp: Alle Produkte für deine natürliche Neurodermitis-Behandlung findest du in unserem Beauty-Set. Du erhältst neben dem Aloe Vera Saft und dem Aloe Vera Gel auch das Kaktusfeigenkernöl, sowie eine GRATIS Ayni Seife.
Unsere Kundin Jacqueline leidet seit ihrer Kindheit unter starker Neurodermitis und hat trotz unzähliger Arztbesuche und Cremes keine Lösung gefunden - bis jetzt. Bereits seit 4 Monaten verwendet sie eine Kombination aus Aloe Vera Saft innerlich angewendet und Aloe Vera Gel, was ihre Haut sichtbar verbessert und neue Schübe bisher verhindert hat. Ihr gesamtes Feedback könnt ihr euch hier anschauen.
Neurodermitis behandeln mit Heilpflanzen und Kräutern
Die Aloe Vera ist nicht die einzige Heilpflanze, mit welcher du Neurodermitis behandeln kannst. Gerade, wenn du es auf dem natürlichen Weg versuchen möchtest, sind Heilpflanzen und Kräuter nicht wegzudenken. Wir geben dir einen Überblick, welche Pflanzen du nutzen kannst!
Borretsch lindert Juckreiz
Borretsch (Gurkenkraut) stammt aus dem Mittelmeerraum und ist für ihre positive Wirkung bei trockener und empfindlicher Haut bekannt. Aus ihren Samen wird ein wertvolles Öl gewonnen, das reich an Omega-3-Fettsäuren ist, entzündungshemmend wirkt und den Juckreiz bei Neurodermitis behandeln kann. Außerdem wird die Hautbarriere unterstützt und die Zellregeneration gefördert. Das Öl kann sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden.
Nachtkerze versorgt die Haut mit Feuchtigkeit
Die Nachtkerze ist eine besondere Heilpflanze aus Nordamerika und wird häufig bei Hautproblemen eingesetzt. Das aus ihren Samen gewonnene Öl ist reich an Omega-6-Fettsäuren, die nicht von unserem Körper selbst produziert werden können. Es stärkt die Hautbarriere und spendet Feuchtigkeit, weswegen es gerne bei Neurodermitis verwendet wird. Du kannst es in Kapselform zu dir nehmen oder als Salbe auf die betroffenen Stellen auftragen, wobei mittlerweile auch Kombi-Salben mit Nachtkerze und Borretsch erhältlich sind.
Kaktusfeigenkernöl
Schon mal von Kaktusfeigenkernöl gehört? Das pflanzliche Öl wird aus den Samen der Kaktusfeige gewonnen. Es ist reich an Antioxidantien und den Vitaminen E, C und K, wodurch die Regeneration der Hautzellen unterstützt wird.
Deine Haut wird zudem mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt, ohne zu fetten oder Rückstände zu hinterlassen. Noch mehr Informationen und was unser Kaktusfeigenkernöl so einzigartig macht, findest du hier.
Ringelblume unterstützt die Wundheilung
Eine der ältesten bekannten Heilpflanzen ist die Ringelblume, deren Blüten entzündungshemmende und wundheilungsfördernde Eigenschaften haben. Daher werden sie zu Salben verarbeitet und bei rauen Lippen, trockener Haut, schlecht heilenden Wunden, Verbrennungen und Neurodermitis eingesetzt. Außerdem wurden blutfettsenkende, gallenflussanregende und abwehrsteigernde Eigenschaften nachgewiesen.
Kamille lindert Entzündungen
Auch die positiven Eigenschaften der Kamille sind seit Jahrhunderten bekannt und ihre Anwendungsmöglichkeiten sind heute weit verbreitet. Aufgrund ihrer antientzündlichen und antibakteriellen Eigenschaften wird sie besonders bei Hautproblemen wie Akne, Entzündungen, Neurodermitis und Juckreiz angewendet. Dabei kann sie als Salbe aber auch als Tee für Umschläge auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden.

Neurodermitis behandeln ohne Kortison: Johanniskraut
Johanniskraut hat entzündungshemmende und antibakterielle Eigenschaften und wird daher bei schlecht heilenden Wunden, Ekzemen, Dermatosen, Neurodermitis oder Quetschungen eingesetzt.
ABER: Johanniskraut kann die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen, weswegen du auf direkte Sonneneinstrahlung nach der Anwendung verzichten solltest. Außerdem können allergische Reaktionen hervorgerufen werden und du solltest zunächst mit einem Arzt besprechen, ob die Anwendung von Johanniskraut die Behandlung mit anderen Medikamenten beeinflusst.
Entspannungstechniken und Stressmanagement
Dass psychische Probleme wie Stress, Konflikte, Depressionen oder Angst nicht nur mental belastend sind, sondern sich auch physisch äußern können, wird oft vergessen. „Die Haut ist der Spiegel der Seele“ – denn das Nervensystem ist eng mit unserer Haut verbunden. Wie stark Neurodermitis auch mit Stress zusammenhängen kann, fällt Betroffenen manchmal erst auf, wenn die Schübe nachlassen, sobald die Stresssituation beendet ist.
Emotionaler Stress kann dein Immunsystem beeinflussen, Entzündungsreaktionen in der Haut auslösen und auch die Symptome bei Neurodermitis verschlimmern bzw. einen neuen Schub auslösen.
Daher ist es umso wichtiger die richtige Stressbewältigung für sich zu finden und Entspannungstechniken in den Alltag zu integrieren. Dazu gehören Meditation, Yoga, progressive Muskelentspannung und Atemübungen. Aber auch regelmäßige körperliche Bewegung, Sport und ausreichend Schlaf können zum Stressmanagement beitragen.

Hausmittel bei Neurodermitis + Tipps für den Alltag
Du möchtest noch mehr Tipps, wie du Neurodermitis behandeln kannst? Einige Hausmittel haben sich bereits bewährt und können für eine Linderung der Symptome sorgen und deine Haut beruhigen. Dabei solltest du jedoch immer auf die Reaktion deiner Haut achten, da jedes Hausmittel individuelle Reaktionen hervorrufen kann.
Haferflocken
Haferflocken enthalten entzündungshemmende und beruhigende Inhaltsstoffe, wobei besonders das Antioxidans Avenanthramid von Bedeutung ist. Es lindert den Juckreiz bei atopischer Dermatitis und beruhigt die Haut.
Aber auch die anderen Bestandteile von Hafer wie beispielsweise die Fette versorgen die Haut mit Feuchtigkeit, indem sie eine Schutzschicht bilden, die vor Wasserverlust schützt.
Wir empfehlen dir ein Haferflockenbad, das du aus lauwarmem Wasser und feinen Haferflocken selbst zubereiten kannst. Gib einfach eine Tasse Haferflocken in das Badewasser und bade für 15-20 Minuten.
Apfelessig
Apfelessig hat desinfizierende und entzündungshemmende Eigenschaften. Verdünne Apfelessig im Verhältnis 1:1 mit Wasser, um den pH-Wert der Haut auszugleichen und trage die Mischung mit einem Wattepad auf die betroffenen Stellen auf. Achte darauf, ihn nicht auf offene Wunden oder stark gereizte Haut aufzutragen, da es sonst brennen kann.
Schwarzer Tee
Tannine in schwarzem Tee wirken entzündungshemmend und regulieren zudem den Wasserhaushalt. Besonders bei einem neuen Neurodermitis-Schub ist das Teewasser als Wickel sehr beruhigend auf der Haut und hilft die betroffenen Stellen zu versorgen.
Honig
Auch wenn du Honig bei Neurodermitis nicht unbedingt essen solltest, um deinen Zuckergehalt in deiner Ernährung niedrig zu halten, ist er zur äußerlichen Anwendung empfehlenswert. Honig hat antibakterielle, entzündungshemmende und feuchtigkeitsspendende Eigenschaften, die dazu beitragen können, die Haut zu beruhigen und den Juckreiz zu lindern. Trage eine dünne Schicht Honig auf die betroffenen Stellen auf, lasse ihn etwa 20 Minuten einwirken und spüle ihn dann mit lauwarmem Wasser ab.

Kurkuma
Das farbintensive Gewürz schmeckt nicht nur in asiatischen Gerichten gut, sondern kann dich auch unterstützen Neurodermitis zu behandeln. Der zentrale Wirkstoff Curcumin ist neben seiner farbgebenden Eigenschaft auch entzündungshemmend, antioxidativ, abschwellend und durchblutungsfördernd. Aufgrund dieser Eigenschaften wird Kurkuma gerne bei verschiedensten Erkrankungen eingesetzt und wird aktuell auch für die Anwendung bei Neurodermitis untersucht.
Neurodermitis behandeln ohne Kortison: Tipps für den Alltag
Um zu vermeiden, dass sich Neurodermitis verschlimmert, haben wir hier noch ein paar einfache Tipps für deinen Alltag.
- Weiche Stoffe: Trage Kleidung aus Baumwolle oder anderen weichen Materialien. Vermeide Wolle und synthetische Stoffe, die die Haut reizen können
- Lockere Passform: Eng anliegende Kleidung kann Reibung verursachen und die Haut reizen. Achte deshalb auf eine lockere Passform an den betroffenen Stellen
- Ausreichend Schlaf: Achte auf eine gute Schlafhygiene und ausreichend Schlaf, um dein Immunsystem zu unterstützen
- Luftfeuchtigkeit: Halte die Luftfeuchtigkeit in deinem Zuhause auf einem angenehmen Niveau, z.B. durch Luftbefeuchter, besonders im Winter und vermeide Orte mit hoher Luftfeuchtigkeit
- Reizstoffe vermeiden: Vermeide Kontakt mit potenziellen Reizstoffen wie rauen Textilien, scharfen Reinigungsmitteln und stark parfümierten Pflegeprodukten
- Kratzen vermeiden: Versuche, nicht zu kratzen, da sonst die Haut weiter geschädigt werden kann. Wenn es nicht anders geht, schneide der Fingernägel kurz oder trage spezielle Handschuhe, um Kratzverletzungen zu minimieren
Unsere Empfehlung
Für eine natürliche Neurodermitis-Behandlung von innen und außen empfehlen wir dir unser Beauty-Set. Neben dem Aloe Vera Saft, der dich von innen stärkt, sorgt das Aloe Vera Gel in Kombination mit dem Kaktusfeigenkernöl für eine ausreichende Feuchtigkeitspflege deiner Haut, sowie für die Regeneration der Hautzellen und Linderung von Entzündungen. Zusätzlich erhältst du unsere Ayni-Seife GRATIS! Mit 100% natürlichen Inhaltsstoffen und rückfettenden Bio-Ölen ist sie die perfekte Ergänzung für eine schonende Hautpflege.
Was ist Neurodermitis?
Bei Neurodermitis handelt es sich um eine nicht ansteckende, chronische Hauterkrankung, die auch als atopische Dermatitis, atopisches Ekzem oder endogenes Ekzem bezeichnet wird. Typisch hierfür ist ein trockener, juckender Hautausschlag, der schubweise auftritt.
Allein in Deutschland sind etwa 3,5 bis 4 Millionen Menschen (Quelle: ndr.de) davon betroffen. Man kann zwischen drei Formen der Neurodermitis unterscheiden:
- Milchschorf: Erste Anzeichen bei Säuglingen in Form von gelblichen Krusten an den Wangen und der Kopfhaut.
- Beugenekzem: Rötungen und Flechtenbildungen an Kniekehlen, Ellenbogen, und Handgelenken.
- Prurigo nodularis: Juckende Hautknoten an den Gliedmaßen, die jedoch auch am ganzen Körper auftreten können und meistens Erwachsene betreffen.
Ursachen von Neurodermitis
Atopische Dermatitis kann verschiedene Ursachen haben und sollte daher immer mit einem Arzt abgeklärt werden. Es wird aktuell jedoch davon ausgegangen, dass die Hauterkrankung aus einer Kombination von genetischen und Umweltfaktoren hervorgerufen wird. Vor allem die Identifikation der jeweiligen Umweltfaktoren ist wichtig, um Neurodermitis behandeln zu können.
Genetische Faktoren:
- erblich bedingten Störung des Immunsystems
- Körper reagiert überempfindlich auf Umweltstoffe und produziert vermehrt den Antikörper Immunglobulin E (IgE)
- Entzündungsreaktionen in der Haut
- Hornschicht der Oberhaut wird geschädigt und die natürliche Hautbarriere dadurch geschwächt
- Allergene, Keime oder andere Schadstoffe können leichter in die Haut eindringen und es kommt zu Juckreiz
- genetischer Defekt im Protein Filaggrin (FLG) spielt eine Rolle
Umweltfaktoren:
- Die menschliche Psyche (Stress, Konflikte, Langeweile)
- Umweltfaktoren (Pollen, Hausstaub, Chemikalien)
- Ernährung (Reaktionen auf bestimmte Lebensmittel und Pestizide)
- Klima/Temperatur (Hitze, Kälte, Schwüle)
- Kleidung (zu enge Kleidung, bestimmte Textilien)
- Tierhaare (Katze, Meerschweinchen, Hamster, Pferd)
- Wasser (Härtegrad, Kalkgehalt)

Hast du deine jeweiligen Auslöser gefunden, solltest du sie im Alltag wenn möglich vermeiden oder die Kontaktpunkte optimieren, um Neurodermitis behandeln zu können. Denn jeder Trigger kann einen neuen Schub auslösen, deine Haut verschlimmern und die Behandlung erschweren.
Symptome von Neurodermitis
Trockene, rote, juckende und teilweise schon rissige Haut – das ist das Hautbild bei Neurodermitis. Je nach Alter tritt die Hauterkrankung an unterschiedlichen Körperstellen auf und es wird zwischen drei Stadien unterschieden.
- Akutes Entzündungsstadium: Haut ist rot, entzündet, juckend und es entstehen immer mehr Ekzeme. Dadurch werden außerdem ältere Hautschäden verschlimmert.
- Subakutes Stadium: Entzündungen lassen auch nach Monaten nicht nach. Neben den gleichen Symptomen wie im ersten Stadium kann es auch zu Hautschuppungen und Knötchenbildung kommen.
- Chronisches Stadium: Haut wird trockener, schuppt und kann verschiedene Veränderungen durchlaufen. Sie kann verhornen und verdicken, gleichzeitig aber auch tiefe Risse bilden und sogar die Hautfarbe ändern. Bei einer sogenannten Depigmentierung wird sie blasser, bei einer Hyperpigmentierung dunkler.
Neben diesen Hauptsymptomen kann es auch zu bestimmten Begleiterscheinungen kommen. Dazu gehören:
- Asthma (Asthma bronchiale)
- Heuschnupfen
- Hausstaubmilbenallergie
- allergische Bindehautentzündung (Konjunktivitis)
- Nahrungsmittelunverträglichkeiten
- Haut ist blass (beim Kratzen, Gesicht, Mund)
- angeborene, doppelte, meist beidseitige Falte unter den Augen (Dennie-Morgan-Falte, auch Atopiefalte oder Infraorbitalfalte)
- trockene, entzündete Lippen (Cheilitis sicca) & Schrunden in den Mundwinkeln
- Juckende Haut beim Schwitzen
- Vermehrte Entzündungen (Haut, Brustwarzen, Ohren, Bindehaut)
- Augenveränderungen, z. B. grauer Star (Linsentrübung) oder Hornhautvorwölbung (Keratokonus)
FAQ – Eure Fragen zu Neurodermitis ohne Kortison
Welches Öl bei Neurodermitis?
Wir empfehlen dir unser Kaktusfeigenkernöl, da es entzündungshemmend ist, die Haut schützt und mit Antioxidantien aufbaut.
Wie kann man Neurodermitis ohne Kortison behandeln?
Du kannst Neurodermitis behandeln, indem du versuchst, Auslöser zu identifizieren und anschließend zu meiden. Außerdem solltest du deine Ernährung und Skincare-Routine anpassen und Heilpflanzen in deinem Lebensstil integrieren.
Wir empfehlen dir unseren Aloe Saft zu je 40ml morgens und abends auf nüchternen Magen, zusätzlich das Auftragen des Aloe Gels 2x täglich und nach Bedarf mehr auf die betroffenen Stellen. Für die fettende Komponente kannst du es gerne mit unserem Kaktusfeigenkernöl mischen.
Neurodermitis ohne Kortison: Was hilft?
Ganz wichtig: Identifiziere deine Trigger und vermeide sie. Zudem solltest du deinen Lebensstil inklusive Ernährung und Hautpflege anpassen, sowie Heilpflanzen integrieren.
Kann man Neurodermitis auch ohne Kortison behandeln?
Ja, Neurodermitis kann in vielen Fällen auch ohne Kortison begleitet werden – vor allem bei milden bis moderaten Verläufen. Ziel ist es, Entzündungen zu reduzieren, die Hautbarriere zu stärken und individuelle Trigger zu vermeiden. Eine konsequente Hautpflege, angepasste Ernährung und Stressreduktion spielen dabei eine zentrale Rolle. Bei schweren oder akuten Schüben sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen.
Was hilft bei Neurodermitis statt Kortison?
Alternativen zu Kortison setzen auf eine ganzheitliche Unterstützung der Haut. Dazu zählen rückfettende, reizfreie Pflegeprodukte, entzündungsarme Ernährung, Stressmanagement sowie ausgewählte Heilpflanzen. Diese Ansätze können helfen, Juckreiz zu lindern und die Hautbarriere zu stabilisieren. Wichtig ist eine regelmäßige Anwendung und Geduld.
Welche natürlichen Alternativen zu Kortison gibt es bei Neurodermitis?
Natürliche Alternativen umfassen unter anderem Aloe Vera, Nachtkerzen- oder Borretschöl, Ringelblume und Kamille. Sie werden traditionell zur Beruhigung gereizter Haut und zur Unterstützung der Hautregeneration eingesetzt. Auch Maßnahmen wie feuchtigkeitsspendende Pflege, Vermeidung von Reizstoffen und eine entzündungsarme Lebensweise sind relevant. Die Wirkung kann individuell unterschiedlich ausfallen.
Ist Aloe Vera eine Alternative zu Kortison bei Neurodermitis?
Aloe Vera kann eine sanfte, natürliche Unterstützung bei Neurodermitis sein, insbesondere zur Beruhigung der Haut und zur Linderung von Juckreiz. Sie ersetzt Kortison nicht in allen Fällen, kann aber begleitend helfen, die Hautbarriere zu stärken. Entscheidend ist die Qualität des Aloe Vera Produkts sowie eine regelmäßige Anwendung. Unsere Produkte sind natürlich und rein und besonders bei sehr sensibler und empfindlicher Haut geeignet.
Wie lange dauert es, bis sich Neurodermitis ohne Kortison verbessert?
Eine Verbesserung ohne Kortison braucht Zeit und verläuft individuell. Erste positive Effekte können sich nach einigen Wochen zeigen, insbesondere bei konsequenter Pflege und Trigger-Vermeidung. Da Neurodermitis schubweise verläuft, ist Geduld wichtig. Eine langfristige Routine ist oft entscheidender als schnelle Effekte.
Wann reicht eine Behandlung ohne Kortison nicht aus?
Bei starken Entzündungen, nässenden Ekzemen oder sehr hohem Leidensdruck kann eine kortisonhaltige Therapie medizinisch notwendig sein. Kläre das auf jeden Fall bei deinem Arzt ab. Auch wenn sich Symptome trotz konsequenter Maßnahmen verschlechtern, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Natürliche Ansätze können in solchen Fällen ergänzend eingesetzt werden. Eine individuelle Einschätzung ist wichtig.
Kann Neurodermitis ohne Kortison dauerhaft ruhig bleiben?
Bei manchen Betroffenen gelingt es, Neurodermitis langfristig ohne Kortison ruhig zu halten, wenn Auslöser konsequent vermieden werden. Eine stabile Hautpflege, angepasste Ernährung und Stressreduktion spielen dabei eine zentrale Rolle. Dennoch kann es jederzeit zu Schüben kommen. Ziel ist es, Häufigkeit und Intensität der Schübe zu reduzieren.
